Reise für Blinde, Sehbehinderte und Sehende

Eine Reise in den indischen Himalaya  mit Pala Namgyal

  • Hochkultur im Industal
  • Begegnungen entlang alter Karawanenwege
  • überwältigende Bergwelt 

Termin: 19.06. - 05.07.2020 (17 Tage)

Preis: 2920,- bzw. 2670,- €  (ohne der internationalen Flüge)

Maximale Teilnehmerzahl: 12

Wir reisen bewusst in einer Kleingruppe, damit alle Teilnehmer das Land individuell und intensiv erleben können.   

Wie schmecken frische Aprikosen auf 3500 Metern? Warum fühlt sich die Höhenluft so klar an? Und was bedeuten die vielstimmigen Erntegesänge der Menschen auf den Feldern? Auf dieser besonderen Reise werden wir den atemberaubenden indischen Himalaya hautnah erleben. Durch archaische Gebirgs-Landschaften folgen wir den Spuren der faszinierenden tibetisch-buddhistischen Hochkultur und verweilen in mystischen, jahrhundertealten Klöstern. 

Mit dem seit 20 Jahren in Deutschland lebenden Ladakhi Pala Namgyal führt Sie ein Experte und Insider hoch in den Himalaya, wie es niemand sonst vermag.  

Highlights sind kleine Wanderungen auf sicheren Gebirgswegen, wo wir die schier unfassbare Weite des Himalaya erspüren und dem Klang der Stille lauschen. 

Über spektakuläre Pässe fahren wir nach Changtang, ins Hochland der Nomaden, direkt an die Grenze zu Tibet. Umgeben von schneebedeckten Gipfeln, zählt der azurblaue Tsomoriri zu den schönsten Seen im gesamten Himalaya. 

Für blinde und sehbehinderte Reiseteilnehmer, die keine eigene Begleitperson haben, stellen wir diese im Verhältnis 2:1 vor Ort zur Verfügung. Diese Begleitpersonen sind  immer bei Ausflügen an Ihrer Seite und bieten bei Bedarf auch im Hotel Unterstützung bei der Mobilität und den Mahlzeiten an. Natürlich kann die Begleitung auch selbst mitgebracht werden. Für die Flüge von Deutschland nach Indien organisieren wir eine Assistenz der Airline.

Reiseverlauf: 

19.06.: Flug von Deutschland nach Delhi. Ankunft gegen Mitternacht.

20.06: Frühmorgens erleben wir einen Flug über den Himalaya nach Leh.  Dieser Tag steht uns zur freien Verfügung für Akklimatisierung. Spüren wir von unserer Hotelterrasse bei einer Tasse Tee die grossartige Weite des Himalaya.  Ü: Leh

21.06.: Auf einem Rundgang erkunden wir den lebhaften Bazar der Altstadt mit seinen zahllosen Souvenirläden, Märkten und Cafe´s. Am Nachmittag bringt das Taxi uns zur Shanti Stupa, wo wir hoch über Leh einen herrlichen Blick auf die Stadt und das fruchtbare Industal bis zu den schneebedeckten Gipfeln der Stokkette haben. Ü: Leh

Exkursion nach Westladakh

Die Reise führt uns in den kommenden Tagen in den Westen des Landes, entlang des Indusflusses. Es  erwarten uns eine Fülle kultureller Eindrücke, ländlicher Alltag und ausgesprochen freundliche Menschen. Es ist Zeit für kleinere Wanderungen und die Erkundung der Gegend, aber auch zum entspannten Verweilen.

22.06.: Auf dem Weg nach Alchi besuchen wir die Klosteranlage von Spituk, die ein klassisches Beispiel ladakhischer Klosterarchitektur darstellt. Die  jahrhunderte alten Räume sind gefüllt mit wertvollen Rollbildern, Figuren von Buddhas, und der Duft von ewig brennenden Butterlampen liegt in der Luft. Alchi  ist ein intaktes Dorf, ruhig und ländlich, direkt oberhalb des Indusflusses gelegen. Zur späten Nachmittagsstunde  unternehmen wir einen Spaziergang durch den Ort, wenn die Bauern ihre Ziegen und Schafe von den Feldern nach Hause führen und die milde Abendsonne über den Bergen liegt. Ü: Alchi 

23.06.: Am Vormittag steht die Besichtigung der einzigartigen Kunstschätze von Alchi auf dem Programm, die von der UNESCO als Weltkulturerbe nominiert sind; hervorragende Wandmalereien gestatten Einblicke in eine 1000 Jahre alte, längst vergangene Kultur. Wir werden im Freien unter Aprikosenbäumen im Restaurant zu Mittag essen, bevor wir am Nachmittag einen Spaziergang zum Ufer des tosenden Indus unternehmen. Lauschen dem Fluss, der in Tibet am Heiligen Berg Kailash entspringt und seinen Weg gegen Westen führt.  Ü: Alchi 

24.06.: Reizvoll auf einer einsamen Hochebene liegt das Dorf Manggyu, das wir heute besuchen werden. Die Menschen hier leben fast ausschließlich von der Landwirtschaft. Eine etwa zweistündige Wanderung führt durch die wildromantische Schlucht und entlang eines frischen Gletscherbaches zurück zum Ort Gira, wo das Fahrzeug wartet. Wir werden in einem Weidenhain pausieren, und uns im klaren Bachwasser erfrischen vor der Weiterfahrt nach Temisgang. Ü: Temisgang

25.06.: Temisgang zählt zu den schönsten Orten in Westladakh, auch wegen seiner leckeren Äpfel, Walnüsse und Aprikosen, die zu dieser Zeit süß und saftig sein werden. Wir statten den Nonnen des Ortes einen Besuch ab, die sich über Gäste freuen, und können Bauern bei der Feldarbeit besuchen und ihren Gesängen lauschen, mit denen sie ihre Tiere (und auch sich selbst) zur Arbeit ermuntern. Ein verborgenes Juwel hoch in den Bergen oberhalb von Temisgang ist die Klosteranlage Tserkarmo mit seiner alten Meditationshöhle Ü: Temisgang

26.06.: Tagesexkursion nach Lamayuru, einer Klosteranlage inmitten einer bizarren Landschaft von ausgewaschenen Sandstein-Formationen. Wir haben genügend Zeit für die Besichtigung der Gompa und einen Rundgang durch das urwüchsige Dorf. Ü: Temisgang

27.06.: Besichtigung des "von Schlangen umschlossenen" Kloster Likir - eines der ältesten des Landes. In Likir gibt es eine Schule für kleine Mönche, die wir besuchen werden. Sie sind immer froh über eine Abwechslung und erzählen uns von ihrem Alltag und was sie in der Schule so machen. Ü: Thikse

Exkursion nach Changtang,  Hochland der Nomaden und Yaks 

Spektakulär: Das raue Hochland von Changtang. Auf einer Höhe von ca. 4500 Metern liegt hier die Heimat der Nomaden, die mit ihren Yaks und Pashmina-Ziegen auf der Suche nach Weideplätzen umherwandern. 

28.06.: Der Tag beginnt früh, damit wir pünktlich zur Morgenpuja im Kloster Thikse sind, wenn die Mönche ihre Morgenmeditation praktizieren. Die Puja ist untermalt von melodiösen Rezitationen und Instrumenten wie Zimbeln, Gongs etc. Nach einem stärkenden Frühstück machen wir uns auf die Reise nach Changtang. Nach einer grandiosen Fahrt entlang des Indusflusses erstreckt sich das ausgedehnte tibetische Hochplateau vor uns. Mit etwas Glück begegnen wir Nomaden an ihren Zeltlagern, bevor wir den Tsomoriri-See, einen der schönsten Hochseen im Himalaya erreichen. Hier nisten im Sommer Wasservögel, und manchmal trabt eine Herde freilebender Wildesel (Kyangs) vorüber. Wohnen werden wir in Deluxe-Zelten direkt am Gletscherbach. Ein besonderes Gefühl, direkt in der Natur zu übernachten!  

29.06.: Ein ganzer Tag ist Zeit, um die schier unwirkliche Atmosphäre dieser Gegend zu erfassen. Einige von uns werden am Ufer die Vogelwelt beobachten, im Wasser waten, mancher möchte vielleicht eine Wanderung über die farbintensiven Hügel unternehmen. Oder aber nur die Stille genießen.  

30.06.: Wieder ist die Fahrt ein großartiges Erlebnis. Am Polokongka-Pass werden wir von zahllosen bunten Gebetsfähnchen begrüßt, und auch wir werden an der Passhöhe mit in einer kleinen privaten Zeremonie die Naturelemente würdigen; Gemeinsam werden wir Gebetsfahnen aufhängen und duftende Wacholderzweige für die Berggötter entzünden. Nach einer kurzen Weiterfahrt liegt bald der Salzsee Tsokar vor uns. In dieser Gegend bauten die Bewohner bis vor Kurzem Speisesalz ab. Wir übernachten nahe beim Dorf Thukse, einem Winterquartier der örtlichen Nomaden, in einem Nomaden-Hotel. Ü: Hotel.

01.07: Die Rückfahrt nach Leh führt über spektakuläre Serpentinen über den 5300 m hohen Taglang-Pass. Ü: Leh

02.07.: Ein freier Tag in Leh, um in der Stadt Souvenirs zu erstehen oder auf der Hotelterrasse zum Abschied noch einmal die Atmosphäre der Berge zu genießen.

03.07.: Flug von Leh nach Delhi.  Der Hotelpool lädt ein zum Schwimmen und Entspannen!

04.07.: Heute erleben wir auf einer Stadtrundfahrt die indische Metropole, besuchen einen hinduistischen Tempel und fahren auf der Rikscha durch die quirlige Altstadt. 

Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Wir haben unsere Hotelzimmer bis zum Abflug zur Verfügung. Am späten Abend bringt das Taxi uns zum Internationalen Flughafen.  

05.07.: Kurz nach Mitternacht startet das Flugzeug in Richtung Deutschland, sodass wir am Vormittag zuhause sein werden

Es gibt für diese Reise zwei Preise (jeweils ohne der internationalen Flüge):

  • für Blinde und Sehbehinderte in Begleitung vor Ort im Verhältnis 2:1 : 2920,- €
  • für Sehende und Blinde in eigener Begleitung : 2670,- €
  • Zuschlag Einzelzimmer: 460,- €

ENTHALTENE LEISTUNGEN:

Das gesamte oben genannte Programm 

  • Flüge Delhi-Leh-Delhi
  • Übernachtungen im halben Doppelzimmer: 
  • in Leh, Alchi, Thikse, Temisgang, Changtang (Tsokar), Delhi: Hotel 
  • in Changtang (Tsomoriri): Deluxe-Zeltcamp
  • Verpflegung: überall Vollpension, in Delhi Frühstück
  • Reiseleitung durch Pala Namgyal und einem einheimischen Mönch 
  • Begleitung von Blinden und Sehbehinderten im Verhältnis 2:1
  • Ausflüge und Besichtigungen mit gutem geländetauglichem Minibus (Tempo Traveller)
  • Eintritte für Klöster und Monumente
  • Ausführliches Informationsmaterial
  • Umweltsteuer
  • Sondergenehmigung für Changtang 
  • Flughafen-Transfers
  • Sicherungsschein

Nicht inkludiert sind die Visakosten für Indien sowie die internationalen Flüge. 

Was die internationalen Flüge betrifft, werden wir voraussichtlich gemeinsam in der Gruppe mit einer guten Airline ab Frankfurt nach Delhi und zurück fliegen. 

Preis ca. 850-880 €. Falls jemand von anderswo in Eigenregie fliegen möchte, so sind wir bei der Buchung gern behilflich.

Ihr Reiseleiter: 

Pala Namgyal wurde in Ladakh im Dorf Saspol geboren. Nach seinem Studium in der südindischen Stadt Bangalore war er lange als Reiseleiter in Ladakh tätig; anschließend lebte er mehrere Jahre in buddhistischen Klöstern auf Sri Lanka und in Thailand. Seit 20 Jahren wohnt er nun in Deutschland. Pala spricht fließend Ladakhi, Deutsch, Englisch, Hindi. Er ist ein leidenschaftlicher Reiseleiter, der seinen Gästen mit großer Freude sein Land zeigt.

Eine wertvolle Unterstützung für die Vorbereitung dieser Reise ist uns wieder Helga Maul. Sie ist hochgradig sehbehindert, reist mit Begeisterung und ist mittlerweile zum Ladakh-Profi avanciert. Helga besuchte Ladakh im Sommer 2017 mit Pala,2019 begleitete sie beide seiner Blindenreisen dorthin. Für diese Tour 2020 wird Helga zwar nicht dabei sein, aber gern als Ansprechpartnerin für alle sehbehindertenspezifischen Belange zur Verfügung stehen.

Helga Maul

Kontakt: Tel:  0911 43122345;  email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!